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Natürlich gibt es auch hier unsere ganz speziellen Tipps
und Tricks rund um das Thema Aquaristik. Wir wünschen Ihnen
viel Spaß beim Stöbern in unseren Seiten.
Die wichtigste Eigenschaft eines Aquarianers
sollte Geduldigkeit sein. Zu Beginn muss ein Aquarium nämlich
erst eingefahren werden. Einfahren? Was ist das denn?
Einfahren bedeuted hier, dass man dem Aquarium
Zeit gibt sich biologisch auf einen Fischbesatz und die damit verbundenen
Schadstoffbelastungen des Wassers vorzubereiten. Während der
Einfahrzeit von etwa 4 Wochen bildet sich in Filter und Bodengrund
ein Bakterienrasen aus Nitrosomas und Nitrobacter Bakterien, die
dafür verantwortlich sein werden, dass das Aquarienwasser nicht
"umkippt". Das ermöglichen diese Mikroorganismen
dadurch, dass sie Nitrit (welches sehr giftig ist) biochemisch zu
Nitrat abbauen. Nitrat ist auch in hohen Konzentration noch nicht
giftig. Doch zur Aquarienchemie später mehr. Hier ist jetzt
erst mal wichtig, dass man sich nicht sofort am zweiten Lebenstag
des Aquariums einen Beutel voll Fischen kauft und diesen im Aquarium
entleert. Das würde nur dazu führen, dass binnen kürzester
Zeit das Wasser durch Nitrit vergiftet wäre, und alle Fische
sterben müssten.
Während der Einfahrphase kann man jedoch
ruhig nach einer Woche schon mit einem leichten (!) Besatz beginnen.
Dabei sollte man folgende Regel beachten:
In der ersten Woche keine Fische einsetzten.
In der zweiten Woche 1cm Fisch auf 20 Liter Wasser. (Das heißt,
in ein 50 Liter Becken kann man einen 2,5 Zentimeter langen Fisch
setzen.) Nun kann pro Woche der Besatz in der gleichen Schrittweise
nachbestückt werden wie in der ersten Woche. Nach vier Wochen
sollte man dann eine Pause einlegen, und erst in der sechsten Woche
den Besatz weiter anheben sofern die Aquariengröße dies
zulässt. Aber immer in kleinen Schritten! Bei jedem Neubesatz
muss sich die Bakterienpopulation zunächst vergrößern,
um die Schadstoffe auch abbauen zu können. Der Gesamtbesatz
des Aquariums sollte keinesfalls mehr als 1 Zentimeter Fisch pro
Liter Wasser überschreiten. Dabei muss selbstverständlich
die Endgröße der jeweiligen Fischart genommen werden,
da man ja davon ausgehen sollte, dass die meisten Fische in Zierfischhandlungen
noch Jungtiere sind. Die Endgröße sollte man beim Händler
erfragen oder besser noch in entsprechenden Büchern nachschlagen.
In etwa 95% aller Aquarien wird täglich
mehr Kot, Urin und andere Abfallstoffe erzeugt, als Filter und Pflanzen
aufnehmen und verarbeiten können. Die Folge ist eine stetige
Erhöhung des Schadstoffniveaus im Aquarium. Um die Schadstoffkonzentration
in Grenzen zu halten kann man einen Teil des Wassers (meist 1/3)
gegen möglichst Schadstofffreies Wasser austauschen und die
Konzentration der schädlichen Stoffe dadurch verringern. Wichtig
dabei ist, dass man auch tatsächlich mit einem TWW das erreicht
was man möchte. Genau das Gegenteil kann nämlich passieren
wenn man Leitungswasser hat das qualitativ schlechter ist als das
Wasser um Aquarium (denn dort werden Phosphate, Nitrate und Nitrit
abgebaut). Also sollte man vorher das Leitungswasser analysieren
(dazu gibt es zahlreiche Testsets) oder bei den Stadtwerken nach
einer Trinkwasseranalyse fragen. In keinem Fall sollte Ihr Leitungswasser
mehr als 50 mg/L Nitrat oder Phosphat enthalten, was aber leider
gelegentlich der Fall ist.
In jedem Fall sollte man das Aquarienwasser stets
gut im Auge behalten. Letztendlich ist es bei jedem Aquarium anders,
denn ein schwach besetztes Aqurium mit starker Bepflanzung und großem
Filtervolumen muss weniger gepflegt werden als ein Aquarium mit
Überbesatz, wenig Pflanzen und kleinem Filtervolumen.
Hier scheiden sich die Geister. So mancher Aquarianer
schwört auf eine schwache Beleuchtung um Algen zu verhindern,
der andere auf eine starke Beleuchtung. Wieder andere kaufen nur
die teuresten Aquarienleuchtstoffröhren, und andere nur die
billigen aus dem Heimwerkermarkt. Woran liegt das? Es hat mehrere
Gründe. Zunächst ist die Beleuchtung eines Aquariums davon
abhängig, was sich eigentlich darin befindet. En Aquarium mit
lichthungrigen Pflanzen benötigt unbedingt eine höhere
Lichtstärke als ein Aquarium mit anspruchslosen Pflanzen. Dort
würde die hohe Beleuchtungsintensität zwangsläufig
zu Problemen führen. Das Hauptkriterium bei der Beleuchtungsauswahl
sollten also zunächst die Pflanzen sein. Ist das Aquarium noch
unbepflanzt kann man mit Hilfe einer Pflanzendatenbank "anspruchslose"
Pflanzen auswählen, und so auch mit einer geringen Beleuchtung
auskommen. Ist jedoch der Besatz mit Fischen so stark, dass die
Pflanzen im Aquarium aufgrund der geringen Beleuchtung (das Licht
ist Praktisch der Energielieferant für die Arbeit der Pflanzen)
nicht genug Stoffe aufnehmen können, dann ist die Folge ein
Algenwachstum. Denn Nährstoffe die im Überschuss vorhanden
sind (zum Beispiel Nitrate) werden vom Aquarium versucht abzubauen.
Entweder durch die Pflanzen oder durch Algen. Fazit: Man sollte
die Beleuchtung für jedes Aquarium individuell auswählen.
Noch ein Tipp: Oftmals genügt schon ein
neuer, besserer Reflektor, um die Ausleuchtung des Aquariums wesentlich
zu verbessern.
Bie diesem Thema ist meist weniger mehr. Wer
schon mal im Aquaristikladen vor dem Regal mit den Aquariendüngemitteln
stand, hat gesehen wie viele Flüssigkeiten und Feststoffe es
zu kaufen gibt. Wichtig ist eigentlich nur, dass man lieber eher
zu wenig Düngt als zu viel, und dass man einen festen Bodengrunddünger
und einen Flüssigdünger benutzt, weil die Pflanzen die
Nährstoffe mal vermehrt über die Wurzeln, mal eher über
die Blätter aufnehmen. Beispielsweise Wasserkelch-Arten (Cryptocorynen)
nehmen die Nährstoffe überwiegend über die Wurzeln
auf, wohingegen die Wasserpest den Dünger überwiegend
über die Blätter aufnimmt. Fakt ist: Eine Überdüngung
führt zwangsläufig zu einer Algenpest. Dabei sollte man
beachten, dass die Angaben auf den Verpackungen den jeweiligen Düngemittel
meist weit übertrieben sind. Häufig reicht schon 1/10
von den Mengen, die auf der Anleitung stehen. Bei der Anleitung
wird immer von einem sehr stark bepflanzten, schwach besetzten,
stark beleuchteten und mit einer CO2-Anlage
(CO2 ist ein weiterer wichtiger Pflanzennährstoff)
ausgestattenen Aquarium ausgegangen. Dies ist aber in den wenigsten
Aquarien der Fall.
Kohlenstoffdioxid (oder Kohlendioxid) ist der
Nährstoff den die Pflanzen benötigen um Ihr Gerüst
aufzubauen. Einer der Hauptbestandteile der Pflanzen ist der Kohlenstoff.
In das Kohlenstoffgerüst werden dann grob gesagt die anderen
Nähsrtoffe wie Nitrate, Phosphate, Kalium, Eisen und Mangan
eingebaut. Daraus wird ersichtlich, dass eine starke Düngung
mit Flüssig- und Festdüngern gar nichts bringt, wenn kein
CO2 vorhanden ist, das die Pflanzen benötigen
um die anderen Nährstoffe einzubauen. Der Energieleiferant
für die "Bauarbeiter" die die Pflanze aufbauen ist
das Licht. In volliger Dunkelheit oder mit nur unzureichender Beleuchtung
bringt die beste CO2-Anlage nichts, wenn man
nicht dafür sorgt, dass die Pflanzen auch Enregie bekommen
um die Dünger zu verwerten.
Zur CO2-Düngung existieren
unterschiedliche Systeme. Alkoholische Gärung in einer Flasche
mittels Hefe und Zucker, Druckgasflaschen oder andere biochemische
oder chemische Systeme. Man sollte nach der Größe des
Beckens und seinem Geldbeutel entscheiden welches System am besten
geeignet ist. DIe CO2-Methode ist sehr preiswert,
jedoch ungenau in der Dosierung und nur schwer für sehr große
Aquarien zu realisieren.
Wichtig: Durch Luftsprudler oder zu starke Wasserbewegung
wird das wertvolle CO2-Gas wieder aus dem
Aquarienwasser ausgetrieben, und sollte daher möglichst vermieden
werden.
Die Filterung des Aquarienwassers gehört
zu den wohl wichtigsten Themen im Bereich der Aquaristik. Grundsätzlich
unterscheidet man biologische und mechanische Filterung, wobei ersterem
weitaus mehr Bedeutung zu kommt. In den Filtermedien setzen sich
Bakterien ab, die hochgiftiges Nitrit zu relativ harmlosem Nitrat
abbauen. Dort geschehen auch noch andere biochemische Vorgänge
die unter "Aquarienchemie" noch näher beschrieben
werden. Wichtig ist hier zunächst: Je größer das
Filtervolumen und je größer die Oberfläche der Filtermedien,
desto mehr Mikroorganismen können sich dort niederlassen, und
desto effektiver ist die Filterung. Es gibt jedoch auch Theorien,
dass man ein Aquarium auch überfiltern kann, nach denen eine
gewisse "Belastung" des Aquariums den Pflanzenwuchs und
das Wohlbefinden der Fische durchaus fördert. Man sollte die
Filtergröße also der Wassermenge und dem Fischbesatz
anpassen, wobei gesagt werden muss, dass gerade bei kleinen Aquarien-Komplettsets
der Filter meist völlig unterdimensioniert ist.
Die Mechanische Reinigung des Aquarienwassers
ist meist nur minimal nötig, da der anfallende Kot normalerweise
in dem Aquarienbodengrund zersetzt und dann später eventuell
mittels Mulmheber entfernt wird.
Aber noch einmal zurück zur biologischen
Filterung: Wie schon agesprochen ist die Größe des Filters
(nicht die Filtergeschwindigkeit!) sehr wichtig. Die meisten Innefilter
schaffen es meist nicht den hohen Fischbesatz, der in den meisten
Aquarien vorherrscht, biologisch zu verarbeiten. Hinzukommt, dass
sich solche "Minifilter" schnell zusetzen und daher in
relativ kurzen Abständen gereinigt werden müssen. Dabei
werden dann jedesmal Bakterienkulturen abgetötet. Ideal ist
daher ein großvolumiger Außenfilter (der natürlich
an die Besatzdichte und das Wasservolumen angepasst sein muss),
der mit Filtermaterialien bestückt ist, die eine große
Oberfläche aufweisen. Hier mal zwei Beispiele für den
gravierenden Unterschied bei Filtermedien:
Ehfi Substrat (ein Granulat) besitz eine
Filterfläche von circa 450 Quadrtametern (!) pro Liter Filtermedium,
wohingegen ein Standardfilterschwamm der in vielen Innefiltern mitverkauft
wird nur eine Oberfläche von etwa 25 Quadrtametern pro Liter
aufweist. Das heißt, dass sich in dem Granulat etwa 18 mal
mehr wertvolle Mikroorganismen ansiedeln können als in dem
Filterschwamm!!!
Eine wichtige Grundregel noch zum Reinigen des
Filters. Um die Bakterienkulturen möglichst zu erhalten sollte
man die Filtermedien vorsichtig in einem Gefäß mit Aquarienwasser
reinigen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn man die Filtermedien nur
grob reinigt, so dass der Durchfluss wieder gut funktioniert. Die
Mikroorganismen im Filter können so weiterhin gute Dienste
leisten und sich schneller von dem Reinigungsschock erholen.
Der Bodengrund erfüllt mehrere Aufgaben
im Aquarium. Er bietet den Pflanzen halt und versorgt sie mit Nährstoffen
und er ist ein wichtiges Substrat für Bakterienkulturen, die
wie im Filter auch wichtige biologische Funktionen beim Schadstoffabbau
übernehmen. Der Bodengrund muss darüber hinaus "atmen"
können. das heißt, dass sehr feiner Sand zu problemen
führen kann, da in gewisse Bodengrundschichten eventuell nicht
mehr genug Sauerstoff gelangt. In der Natur sorgen Würmer und
Bodenbewohnende Schnecken (z.B. Turmdeckelschnecken) für eine
ausreichende Auflockerung des Bodens, so dass auch noch in tiefer
gelegene Schichten sauerstoffreiches Wasser gelangt. Außerdem
gibt es viel Bodenbewohnende Fische die im Grund nach Nahrung suchen
und diesen dadurch auflockern. Möchte man im Aquarium auf Nummer
Sicher gehen, so sollte man Kies mit einer Körnung von 3 bis
4 Millimeter nehmen. Wichtig ist eine möglichst gleichförmige
Körnung, und abgerundete Kanten, damit sich die Aquarienbewohner
nicht verletzen können.
Damit die Pflanzen auch Nährstoffe aufnehmen
können, sollte man in den Nährstoffarmen Kies Düngekugeln
oder Düngetabletten in die Nähe der Pflanzen drücken,
oder von vornherein eine Nährstoffschicht in den unteren Bereich
des Aquariengrundes einbringen. Es gibt dazu spezielle Düngesubstrate
für Aquarien. Die normalen Dünger für Zimmerpflanzen
eignen sich nicht, da sie das Wasser übermäßig stark
belasten.
"Was ist schon ein Aquarium nur mit Pflanzen
und Fischen bestückt?" denkt sich so mancher Aquarianer
und kauft munter Dekorationsgegenstände wie Steine und Wurzeln,
die jedoch nicht immer geeignet sind. So sollte man in Süßwasseraquarien
kalkhaltiges Gestein (zum Beispiel Lochgestein) vermeiden, da es
das Wasser möglicherweise unnötig aufhärtet. Wenn
man bereits einen Stein gekauft hat kann man den Kalkgehalt einfach
nachprüfen. Man träufelt auf den Stein Essig-Essenz. Wenn
es dann auch nur minimal schäumt ist der Stein kalkhaltig und
sollte nicht verwendet werden. Danach muss der Stein natürlich
mit klarem Wasser abgewaschen werden bevor er wieder ins Aquarium
zurückgelegt wird.
Bei Wurzeln eignet sich besonder Moorkienholz.
Das ist Holz, das in Mooren versunken ist, und von dem nur noch
das harte, innere Gerüst zurückgeblieben ist. Es ist vollständig
konserviert und kann nicht mehr faulen. Anders sieht das mit vielen
im Aquaristikhandel herumschwirrenden Holzarten aus; dort kann es
(besonders bei dicken Holzstücken) zu Fäulnisherden kommen.
Von den faulenden Stellen gelangen dann starke Gifte ind Aquarienwasser,
die von speziellen anaeroben Bakterien im Wurzelholz gebildert werden.
Es empfiehlt sich die Wurzel einige Wochen zu wässern bevor
sie in das Aquarium gelegt wird, da sie anfangs hohe Mengen an Huminsäuren
abgibt, die das Wasser stark färben. Während des Wässerns
sollte das Wasser alle 3 bis 5 Tage ausgewechselt werden.
Noch ein Tipp: Bei Wurzeln, die eine Dicke von
mehr als 3 cm aufweisen kann man in diese Dicken Stellen mit einer
Bohrmaschine Löcher Bohren. Dadurch gelang ständig Sauerstoffreiches
Wasser auch in die dickeren Bereiche der Wurzel.
Pflanzen wachsen, und werfen gelegentlich Blätter
ab. Die abgestorbenen Blätter sollte man aus dem Aquarium entfernen,
da in dem aquatischen Miniatursystem (auch in einem 500 Liter Becken),
diese faulenden Blätter zu unnötigen Wasserbelastungen
führen können. Wenn Pflanzen wie Valisnerien, Cabomba
oder Wasserpest zu lang werden, sollte man Sie abschneiden. Dadurch
kann wieder genügend Licht auch noch in tiefere Wasserzonen
dringen, und man vermeidet ebenso, dass die langstieligen Pflanzen
ihre unteren Blätter abwerfen. Die oberen Pflanzenteile kann
man bei Bedarf einfach in noch freie Bodenbereiche stecken.
Pflanzen benötigen für ihr Wachstum
und Überleben Düngestoffe (dazu gehört auch CO2) und Licht. Da auf diese Bereiche oben schon
eigegangen wurde wird dies hier nicht weiter behandelt.
Bei der Fütterung sollte man vor allem darauf
achten, dass Fische meist weniger Futter benötigen als man
vielleicht annehmen möchte. Fische ernähren sich vielfach
nicht nur von dem durch den Pfleger in das Aquarium eingebrachten
Futter, sondern auch von Aufwuchs im Haltungsbecken. In einem gut
eingefahrenen Aquarium sollte man mindestens jede Woche einen futterfreien
Tag einlegen. Es schadet ausgewachsenen Fischen auch nicht, wenn
man sie mal eine Woche lang nicht füttert. Diese Hungertage
sind für die Erholung des biologischen Gleichgewichtes sehr
wichtig, und außerdem verhindert es einen Verfettung der Fische.
Auch bei Fischen gilt: Abwechslungsreiche und
artgerechte Kost fördert die Gesundheit. Ständig die gleiche
Futtersorte muss zwar nicht zwingend zu Gesundheitsproblemen führen,
aber wenn man den Fischen ab und zu mal etwas Frost- oder besser
noch Lebendfutter anbietet sind sie sichtlich aktiver und auch vermehrungsfreudiger.
Außerdem sollte man beachten, dass viele Fische sich überwiegend
pflanzlich (herbivor) ernähren. Dazu gehören zum Beispiel
der Antennenwels und der Platy. Eine überwiegend fleischliche
(carnivore) Ernährung führt auf Dauer zu ernstzunehmenden
Gesundheitsproblemen, da der Verdauungstrakt dieser Tiere die pflanzlichen
Bestandteile dringend benötigt.
Die Zucht von Aquarienfischen ist ein so komplexes
Thema, dass man wohl mit einer kurzen Kolumne auf dieser Seite nicht
genug sagen kann. Wichtige Grundregeln sind aber stets:
Die Wasserhärte muss für die jeweilige
Art entsprechend eingestellt werden. Da das Wasser meist zu hart
ist, kann man dies durch verdünnen mit Osmosewasser oder destilliertem
Wasser (vollentsalztem Wasser) bewerkstelligen. Zum Aufhärten
gibt es spezielle Salze. Aber auch der Säuregrad des Wassers
spielt eine wichtige Rolle. Der meist zu hohe pH-Wert kann beispielsweise
durch Einleiten von CO2 oder durch Filterung
über reinen Torf herabgesetzt werden.
Die meisten Fische setzten zudem nur Laich an,
wenn man sie kräftig mit Lebendfutter füttert. So eine
"Mast" muss aber in der Regel nicht länger als drei
Tage andauern.
Wie gesagt kann man hier nicht alle Zuchtbedingungen
für die verschiedenen Arten vorstellen. Wer sich dafür
interssiert, dem sei das Buch links sehr empfohlen. Zierfischzucht im Aquarium von Hans Mayland.
Die wichtigsten Pflegemaßnahmen sind neben
dem oben bereits erwähnten Teilwasserwechsel
und dem gelegentlichen Reinigen des Filters,
ist das erneuern der Leuchtstoffröhren im etwa einjährigen
Turnus und das auflockern und belüften des Bodengrundes
mit Hilfe eines Mulmhebers. Dies ist jedoch nicht immer nötig
und vor allem auch nicht immer positiv.
Darüber hinaus sollte man bei Bedarf die
Reflektoren in der Abdeckung über den Leuchtstoffröhren
reinigen, und die Sichtscheiben von Algen befreien sofern notwendig.
Dies ist allerdings mehr für den Betrachter als für die
Fische förderlich, da Algen (sofern es sich nicht um Blaualgen
handelt) genau wie die höheren Pflanzen auch, Nährstoffe
aus dem Aquarienwasser ziehen und einen Nitrat- und Phosphatüberschuss
verringern. Blaualgen sind zu entfernen, da sie Giftstoffe abgeben
können (Blaualgen sind keine Pflanzen wie beispielsweise Grünalgen,
sondern es handelt sich dabei um Cyanobakterien).
Die im Filter angesiedelten Nitrosomas und Nitrobacter
müssen möglichst vollständig erhalten bleiben, da
nur so einen biologsiche Stabilität im Aquarium erhalten bleibt.
Um die Bakterienkulturen nicht zu verlieren sollte man die Filtermedien
vorsichtig in einem Gefäß mit Aquarienwasser reinigen.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn man die Filtermedien nur grob reinigt,
so dass der Durchfluss wieder gut funktioniert. Die Mikroorganismen
im Filter können so weiterhin gute Dienste leisten und sich
schneller von dem Reinigungsschock erholen. Weniger ist mehr.
Zudem sollte der Filter erst dann gereinigt werden,
wenn der Duchfluss merklich nachgelassen hat. Jeder Eingriff bringt
das aquatische System ins Wanken.
Am besten ist natürlich die Vorsorge, so
dass Krankheiten gar nicht erst zum Ausbruch kommen. Ist man nicht
gerade Besitzer einer UV-Anlage, so hat man immer Krankheitserreger
im Aquarienwasser, die gesunden Fischen jedoch nicht das geringste
ausmachen. Erst stark geschwächte Tiere können zu einer
massenhaften Verbreitung der Krankheitserreger führen, da sich
die meisten über ihren Wirt vermehren. Um dem Ganzen vorzubeugen,
sollte man regelmäßig Teilwasserwechsel vornehmen und
dem Futter wöchentlich ein spezielles Multivitamin-Präparat
beimischen. Das stärkt die Abwehrkräfte der Tiere. Häufig
sind schlechte Wasserverhältnisse wie zum Beispiel ein zu hoher
pH-Wert Auslöser von Hauterkrankungen. Aus diesem Grund sollte
man diesen Wert stets im Auge behalten. Für die meisten Fischarten
gilt ein pH-Wert von 7 als gut.
Sind Fische bereits erkrankt, so sollte man täglich
einen Teilwasserwechsel durchführen und ein Breitband-Medikament
anwenden, da eine genaue Diagnose der Erkrankung ohne Mikroskop
nur selten gelingt. Häufig liegen zudem Kombinations-Erkrankungen
vor. Das bedeutet, dass die durch einen Krankheitserreger oder Parasit
geschwächten Tiere dann auch sehr schnell anfällig für
die anderen Krankheitserreger werden. Daher empfiehlt sich eine
flächendeckende Behandlung. Während der Kur sollte man
unbedingt auf ausreichende Belüftung des Aquarienwassers achten,
da die Medikamente zum Teil extrem Sauerstoffzehrend wirken.
Ein Aquaristik-Tagebuch zu führen hat gleich
mehrere Vorteile: Sie können stets kontrollieren wann der letzte
Teilwasserwechsel erfolgt ist, wann Sie das letzte mal Dünger,
Enzyme, oder andere Präparate zugesetzt haben, wann die Leuchtstoffröhren
zuletzt ausgetauscht wurden, Neubesatz, Wasserwerte und so weiter...
Der größte Vorteil liegt jedoch darin,
dass man Probleme im Aquarium wie beispielsweise Zierfischkrankheiten
oder eine Algenplage meist auf Fehler in der Aquarienhandhabung
und -pflege zurückführen kann. Ohne ein Tagebuch gleicht
die Fehlersuche eher einem Ratespiel als eine Fehleranalyse. Mit
Hilfe eines Aquaristik-Tagebuches kann man außerdem seine
persönliche Erfharung viel effizienter verbessern, da man fast
immer sofort erkennt, welche Ursachen ein Fehler gehabt hat, denn
es ist einfach nicht möglich sich alles zu merken. Beim Durchblättern
des Tagebuchs entdeckt man plötzlich Dinge, an die man schon
gar nicht mehr gedacht hat.
So ein Tagebuch kann zum Beispiel so aussehen:
Aquarien-Tagebuch
des 100 L Südamerika-Beckens |
Datum |
Tätigkeit |
Veränderungen |
Wasserwerte |
09.02.2000 |
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Reflektoren
gereinigt | Vitaminpräparat zugesetzt |
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15.02.2000 |
Teilwasserwechsel
(10L) |
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pH 7 |
KH 6 | GH 12 | 25°C |
18.02.2000 |
Mulm abgesaugt |
Apfelschnecke
zur Algenbekämpfung eingesetzt |
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22.02.2000 |
Teilwasserwechsel
(10L)
gegen Osmosewasser |
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pH 7 |
KH 5 | GH 10 | 25°C |
25.02.2000 |
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5 Schmucksalmler
eingesetzt |
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Sie können natürlich auch einfach alles in ein kleines
Buch oder ein Heft eintragen. Hauptsache, sie machen sich von allen
Dingen eine kurze Notiz. Sie werden erstaunt sein wie nützlich
so ein Tagebuch sein wird...
Aufgrund seines Umfangs wirde der Bereich Aquarienwasser und
Wasserchemie ausgelagert. Sie finden ihn auf der Seite Aquarienchemie. <--
Einige wichtige Infos vorab zum Thema Torf: Torf
ist ein Zersetzungsprodukt organischer Substanzen, das in einem
jahrelangen Prozess unter Luftabschluss konserviert wurde. Es ist
in ehemaligen Moorgebieten zu finden. Pflanzen, die vor Jahrhunderten
im Moor versunken sind, sind nun durch und duch mit Huminsäuren
durchsetzt. Diese Stoffe sorgen dafür, dass der Torf nicht
mehr verfaulen kann. Ein natürlicher Konservierungsstoff sozusagen.
Es sind nicht alle Substrate geeignet. Nur reiner
Torf ist für Aquarien geeignet, da er frei von Düngemittelzusätzen
und Schadstoffen ist. Torfmull ist getrockneter Torf. Blumenerde
ist nicht geeignet, da sie neben Düngern auch noch andere eventuell
schädliche Stoffe enthält. Mehr zm Thema Torf gibt es
auf der Seite über Aquarienchemie. <--
ebay.de eBay ist der weltweit groesste Online-Marktplatz
auf dem jeder praktisch alles kaufen und verkaufen kann! Handeln
Sie mit ueber 65 Millionen Menschen weltweit! Stoebern Sie in ueber
10 Millionen Angeboten! eBay.de bietet Ihnen mit über 1,5 Million
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Um einer Schneckenplage vorzubeugen sollte man
sparsam füttern (da Futterreste eine willkomme Nahrung für
die Bauchfüßer darstellt), und Schneckenlaich aus dem
Aquarium entfernen. Bei sparsamer Fütterung können sich
die Schnecken jedoch nicht so stark fortpflanzen, dass sie zu Plage
werden. Selbst die berüchtigten lebendgebärenden Turmdecklschnecken
sind auf eine Fütterung angewiesen, wenn sie sich stark vermehren
wollen..
Sollte es doch einmal zu einer Plage kommen,
so kann man die Süßwasserschnecken mit einer Gurken-
oder Kartoffelscheibe anlocken, und dann absammeln. Wichtiger Tipp
für Abfelschnecken: Halten Sie nur ein einzelnes Exemplar.
Dies kann sich dann auch nicht vermehren. Sollte es noch Vorräte
an Eiern haben, wird es diese in der Aquarienabdeckung ablegen.
Die rosafarbenen Gelege können Sie dann entfernen.
Häufigste Ursache für eine Algenplage
ist ein Überangebot an Nährstoffen. Durch eine sparsame
Düngung (wenn überhaupt notwendig!) und einen regelmäßigen
Teilwasserwechsel können Sie einer Algenplage schon sehr gut
vorbeugen. Selbst in Aquarien mit einer billigen Beleuchtung, muss
man nicht zwangsläufig Algen haben. Hält man den Nährstoffgehalt
so niedrig, dass für die Algen nichts mehr übrig bleibt,
so können sich die Pflanzen erfolgreich gegen die Algen behaupten.
Dies kann man mit schnellwüchsigen Wasserpflanzen und einer
an die Literzahl und Filterstärke des Aquarium angepassten
Fischbesetzung errreichen. Sollte das Leitungswasser schon hohe
Nitrat- und Phosphatwerte aufweisen (zu erfragen bei den Stadwerken),
so sollte man über Kunstharze filtern, die die Nitrate und
Phosphate aus dem Wasser ziehen. Dann ist auch ein Teilwasserwechsel
nicht, oder kaum mehr notwendig, bzw. richtiger ist es zu sagen:
Durch einen TWW verschlimmert man in diesem Fall die Lage nur. Man
sollte bei einem solchen Leitungswasser mit dem Gedaneken spielen
sich eine Umkehrosmose-Anlage (fälschlicherweise auch oft als
Osmoseanlage bezeichnet) anzuschaffen. Insbesondere dann, wenn das
Leitungswasser auch noch sehr hart ist.
Hier soll in kürze eine Auflistung der verschiedensten
Filtermedien zu finden sein, in der man die Filterfläche pro
Liter Filtermedium findet.
Da Krallenfrösche
und Zwergkrallenfrösche (Hymenochirus sp.) immer häufiger in deutschen
Aquarien zu finden sind, hier ein kurzer Hinweis zum Thema: Man
unterscheidet die beiden oben genannten Arten, die im Jungstadium
in etwa der gleichen Größe verkauft werden können
dadurch, dass man sich die Vorderpfoten anschaut. Bei den Krallenfröschen
die ca. 14 cm groß werden, und auch gerne Fische verspeisen,
findet man zwischen den einzelnen Fingern keine Schwimmhäute.
Bei den Zwergkrallenfröschen schon. Außerdem kann man
sicher sein einen Krallenfrosch (Xenopus sp.) im Aquarium zu haben, wenn dieser
beige gefärbt ist. Albinos gibt es nur bei Krallenfröschen.
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