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Koi - König der Teichfische
Der chinesische König Shoko von Ro soll dem Philosophen Konfuzius (ca. 551-479 v.Chr.) zur
Geburt seines ersten Sohnes einen Koi geschenkt haben. Es heißt, der Koi, der seine Vorfahren
im Schwarzen, Kaspischen, Ochotskischen Meer, dem Aralsee und vor allem in China hatte, sei der
einzige Fisch, der flussaufwärts die hohen, halsbrecherischen Wasserfälle des Gelben Flusses
habe überwinden können.
Koi gehen auf den seit gut 2500 Jahren lebenden schwarzen Magoi-Karpfen
zurück. Beide waren in Fernost über Jahrhunderte hinweg ein wichtiges Nahrungsmittel. 2000
Jahre lang gab es offenbar nur graue und rote Varianten. Nachdem die Tiere im Zuge von
Eroberungen aus China nach Japan gelangt waren, begannen die Reisbauern im Bezirk Niigata im
17. Jahrhundert damit, Koi zur Verbesserung ihrer Lebensgrundlage zu halten.
Die harten klimatischen Bedingungen im Niigata-Gebirge an der Nordwestküste der japanischen
Hauptinsel mit Schneehöhen bis zu drei Metern und totaler Isoliertheit in den Wintermonaten,
intensivierte die Zucht derart, dass sich diese Region zum weltweit bedeutendsten Koi-Zentrum
entwickelte. Keine Zuchtformen auf der Erde sind begehrter als diese.
In Japan heißt der Koi Nishikigoi. Nishiki bedeutet vielfarbiger
Seidenstoff, womit man das Aussehen der Fische vergleicht.