Home arrow Blog
A blog of all section with no images
Augen auf beim Koi Kaufen PDF Drucken E-Mail

Augen auf beim Koi Kaufen

Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) setzt sich für Bekämpfung des Koi-Herpes-Virus ein / Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe GmbH (WZF) will Forschungsprojekte fördern

15. Dezember 2003

Langen - Seit einiger Zeit tritt bei Karpfen eine neuartige Infektion durch ein bis heute nicht exakt analysiertes, aber für Menschen ungefährliches Herpesvirus auf. Dieses Virus befällt sowohl Speise- als auch Koi-Karpfen und hat sich inzwischen in Asien, Nordamerika und Europa verbreitet. Angesichts des hochansteckenden Koi-Herpes-Virus (KHV) rät der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) allen Zierfischgroßhändlern und Aquaristik-Händlern zur größtmöglichen Sorgfalt beim Import und bei der Hälterung von Zierkarpfen: „Nur durch einen gemeinsamen disziplinierten Umgang mit Kois können wir dafür sorgen, daß die Verbreitung der Karpfen-Krankheit in Deutschland weiterhin glimpflich verläuft“, erklärt Willi Heidbrink, Vorsitzender der Fachgruppe Zierfisch- und Wasserpflanzengroßhandel im ZZF.

Das wesentliche Problem bei der Bekämpfung von KHV besteht darin, daß infizierte Fische bislang nicht sicher erkannt werden können. Selbst Fische, die die Krankheit überlebt haben und auf natürlichem Weg eine Immunisierung aufgebaut haben, sind als Infektionsquellen ausgemacht worden. Die Mitglieder der ZZF-Fachgruppe Zierfischgroßhandel hatten bereits vor einem Jahr Maßnahmen gegen die Ausbreitung des KHV getroffen. Sie verpflichteten sich freiwillig, eine Probe jeder Koi-Sendung mit Hilfe der sogenannten PCR-Methode (Polymerase Ketten Reaktion) untersuchen zu lassen. „Die virologische PCR-Untersuchung ist jedoch noch nicht hundert Prozent sicher“, erklärt Heidbrink. Trotzdem habe sich die Maßnahme gelohnt, da zumindest KHV-positive Fische aus dem Handelskreislauf herausgenommen werden konnten. So sei der bisherige Verlauf der KHV-Krankheit in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern glimpflicher verlaufen, was in- und ausländische Fachleute vor allem auf die Bemühungen des ZZF zurückführen.

WZF will Forschungsprojekte fördern

Die ZZF-Fachgruppe informiert sich regelmäßig über die neuesten Forschungsansätze zum Nachweis und zur Bekämpfung des Virus. Dabei steht sie in engem Kontakt zu Fachleuten an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und am Institut für Zoologie, Fischereibiologie und Fischkrankheiten in München. Der Beirat der Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe GmbH (WZF) hat auf der letzten Präsidiumssitzung des ZZF zugestimmt, daß die WZF einen ansehnlichen Geldbetrag für die Förderung geeigneter Forschungsvorhaben zur Verfügung stellt.

Auf der Herbsttagung der ZZF-Zierfischgroßhändler am 21. und 22. November 2003 stellte Dr. Markus Biffar von Aquarium Glaser zwei unterschiedliche wissenschaftliche Forschungsansätze vor, die sich mit Maßnahmen zur Bekämpfung des KHV-Virus beschäftigen. Die erste soll die PCR-Methode so verfeinern, dass auch einzelne Viren im Untersuchungsmaterial nachgewiesen werden können. Zusätzlich will man die Gewebestrukturen ermitteln, in die sich das Virus bei einem scheinbar gesunden Fisch zurückzieht, um jeden Fisch noch gezielter untersuchen zu können. Der zweite Ansatz zielt darauf, infizierte Fische zur Virusausscheidung zu veranlassen, um das Virus dann nachweisen zu können.

Sowohl Groß- als auch Einzelhändler müssen beim Verkauf von infizierten Kois mit Gewährleistungsansprüchen rechnen. Für KHV-infizierte Fische ist dem Käufer Ersatz in Form einer Nachlieferung zu leisten. Steckt ein verkaufter infizierter Fisch einen privaten gesunden Bestand an, drohen darüber hinaus Schadensersatzansprüche aus "Mangelfolgeschäden". Diese greifen, wenn der Fachhändler auch nur leicht fahrlässig gehandelt, also beispielsweise die Sorgfaltspflichten im Hinblick auf die Quarantäne und Überprüfung verletzt und deshalb das Problem verkannt hat. Auch Leichtfertigkeit bei der Auswahl des Lieferanten kann zu seinen Lasten gehen.

Der ZZF empfiehlt deshalb allen Handelsbeteiligten dringend folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  •  Vor dem Koi Verkauf sollten Importeure  unbedingt eine Quarantäneanlage bereitstellen, die den Neuimport aufnehmen und unter Quarantäne stellen kann. Dabei sollte die Wassertemperatur zwischen 17 und 28 Grad Celsius betragen.

  • Da die PCR-Methode nach derzeitigem Stand der Wissenschaft die zuverlässigste Methode zum Nachweis des KHV ist, empfiehlt der ZZF allen Großhändlern, aus jedem Import Proben in Form von ganzen Fischen, Kiemenabstrichen oder Blutproben zur Untersuchung in ein entsprechendes Diagnostiklabor einzuschicken. Dabei wird davon ausgegangen, daß bei den üblichen Hälterungsbedingungen im oben genannten Temperaturbereich alle Tiere einer Sendung infiziert oder nicht infiziert sind.

  • Sind die Tiere mit dem Virus infiziert, sollten sie getötet und unschädlich beseitigt werden. Dazu sind Nachweise vorzulegen. Die betreffenden Quarantänebecken sind vor dem nächsten Import komplett zu desinfizieren.

  • Die Fachgruppe Zierfischgroßhandel empfiehlt, alle positiv auf den Virus getesteten Importe freiwillig dem ZZF zu melden, damit die Branche einen Überblick über die tatsächliche Verbreitung der Krankheit in den Ursprungsländern sowie in der EU erhält. Die zur Verfügung gestellten Daten behandelt der ZZF vertraulich.

  • Über die Herkunft der Fische, ihre Analysenummer und ihren Verbleib im Handel ist lückenlos Buch zu führen, um die Quelle der Erkrankung ermitteln zu können.

  • Der Zoofacheinzelhandel sollte seine Lieferanten sehr sorgfältig auswählen und auf Selbst- und Mitimporte verzichten. Es wird dringend empfohlen, nur solche Lieferanten auszuwählen, die ihre Koi  mit Hilfe der PCR-Analyse untersuchen lassen, einen Beleg für negative Untersuchungsergebnisse vorweisen können und über eine entsprechende Quarantäneanlage verfügen.

  • Zoofachhändler sollten neue Koi-Lieferungen und Sendungen von verschiedenen Lieferanten in getrennten Becken halten. Auch eine zeitlich angemessene Sicherheitsquarantäne ist zu empfehlen. Gesonderte Käscher für jedes Becken sollten ohnehin Standard sein.

       

 
Algenbekämpfung mit Fruchtsäure PDF Drucken E-Mail

Test eines Fadenalgenmittels auf Basis von Fruchtsäuren und Chelatoren

Vorbemerkung

In mehreren Versuchen sollte getestet werden, ob ein bestimmtes Mittel gegen Fadenalgen auch in Schwimm- und Gartenteichen eingesetzt werden kann. Das Mittel ist lt. Hersteller ungiftig und basiert auf Fruchtsäuren und Chelatoren. Durch die Zusammensetzung sollen Nährstoffe - wie Phosphor - den Algen zugänglich gemacht und von diesen ins "Kalkgerüst" eingebaut werden. Anschließend sollen die Algen absterben.

Um die etwas kryptischen Angaben zu überprüfen, wurden im Biologischen Labor Wien-Ost ein Toxizitätstest mit Daphnien (Simocephalus vetulus) sowie ein mehrmonatiger kontrollierter Test im Aquarium mit mehreren Fadenalgen-Arten und zweimaliger Zugabe des Mittels durchgeführt.

Diese Studie wurde in Eigenregie des Biologischen Labors Wien-Ost durchgeführt und weder vom Hersteller noch von sonst einer Einrichtung finanziell unterstützt. Das untersuchte Mittel wurde freundlicherweise von Hrn. Glenk (Schwimmteich-Selbstbau "http://www.schwimmteich-selbstbau.de/") zur Verfügung gestellt.

Durchführung und Ergebnisse

Toxizitätstest
Für den Toxizitätstest (Gifttext) wurden 8 Bechergläser zu je 250 Milliliter mit filtriertem Wasser aus einem Donaualtarm gefüllt. In jeden Behälter kamen 5 erwachsene Daphnien (Simocephalus vetulus) aus eigener Zucht. In 4 der Gläser wurde das zu testende Mittel gegeben. Die Daphnien in allen 8 Behältern wurden während des dreiwöchigen Versuchs regelmäßig mit definierten Mengen an Hefesuspension gefüttert.

Der Versuch ergab weder bezüglich des Überlebens der Daphnien noch bezüglich der Nachkommenschaft einen signifikanten Unterschied zwischen den mit Mittel versetzten Daphnien und den Kontrolltieren. Da Daphnien bekanntermaßen empfindlich auf Schadstoffe reagieren, kann davon ausgegangen werden, dass das Mittel aus toxikologischer Sicht tatsächlich unbedenklich ist. Eine Überdosierung wurde allerdings nicht getestet.

Phosphormessung
Im Zuge des Toxizitätstests wurde auch eine Analyse auf Totalphosphor durchgeführt und die brachte ein heftiges Ergebnis: Durch vorschriftsgemäße Zugabe kommt es zu einer Aufdüngung bezüglich des Phosphors auf 2.200 µg/l oder 2,2 mg/l. Das ist das 250- bis 500-fache dessen, was ich für einen Schwimmteich empfehlenswert ist. Seitens des Herstellers wird zwar behauptet, dass dieser Phosphor nicht verfügbar ist bzw. falsch eingebaut wird (so klar wird es nicht beschrieben). Allerdings muss man bedenken, dass jedes Molekül durch die Mikrobiologie im Teich ständig ab- und umgebaut wird und irgendwann wird der Phosphor auch wieder in eine für Pflanzen verfügbare Form verwandelt. Letztendlich bleibt ein Phosphor-Atom ein Phosphor-Atom und ein Entkommen aus dem Teich gibt es nicht. Phosphor hat keine Gasphase und das Sediment bleibt Teil des biologischen Kreislaufs.

1.       Kontrollierter Aquarienversuch
Um der Sache weiter auf den Grund zu gehen, wurde im Biologischen Labor Wien-Ost dann über mehrere Monate ein kontrollier Aquarienversuch (250 l Becken) mit verschiedenen Algen (Mischprobe aus einem Altarm der Donau) durchgeführt. Zu Beginn des Versuchs waren sowohl Algenbärte (Cladophora sp., Oedogonium sp., Geminella sp., Tribonema sp.) als auch Beläge (hauptsächlich Gloeocystis ampla) im Becken. Aufgefüllt wurde das Becken mit Leitungswasser, das in Wien nachweislich keine nennenswerten Phosphor-Mengen enthält.

Algenvernichter Fadenalgenvernichter

Fadenalgenvernichter Algenvernichter

(Becken vor dem Versuch mit Fadenalgen-Mittel)

Am 28. Dezember 2006 habe ich dann erstmals das Mittel genau nach Vorschrift dazu gegeben und abgewartet. Bereits am 31. Dezember 2006 zeigte sich eine deutliche Wirkung, die ursprünglich grünen Algenbärte waren deutlich verblasst und zerfielen teilweise. Ich habe zwischendurch immer wieder Algenproben untersucht, den einzelnen Algenzellen ging es sichtlich nicht gut. Alle Arten blieben aber prinzipiell am Leben. Bis Mitte Jänner 2007 änderte sich wenig, die verbliebenen kleinen Bärte waren nach wie vor blass. Zwischendrin entstanden allerdings Nester von Blaualgen (Anabaena sp., Stickstoff-fixierend, was erstmals auf eine Überdüngung mit Phosphor hinwies).

Fadenalgenvernichter Algenkiller

Algenvernichter Fadenalgenvernichter

(Situation der der Algen 2 Wochen  nach zugabe des Mittels Fäden sind deutlich Verblasst.)


Gegen Ende Jänner 2007 erholten sich die Fadenalgen dann wieder, die Bärte wurden wieder deutlich grün und wuchsen auch wieder. Der mikroskopische Befund brachte alle bereits bekannten Algen zu Tage, mit Ausnahme der kokkalen Gloeocystis ampla. Dafür war in den Bärten zusätzlich die Jochalge Spirogyra sp. massiv vertreten.
Am 24. Februar wurde dann zum zweiten Mal die vorgeschriebene Dosis verabreicht. Diesmal gab es keine sichtbare Reduktion der Bärte. Ganz im Gegenteil wachsen die Algen seither (das Becken ist im Labor immer noch in Betrieb) immer dichter. Mittlerweile ist praktisch alles zugewuchert.

(Aquarium etwa 5 Wochen nach Zugabe des Mittels Algen erholen sich zunehmend,wachsen dichter als zu Beginn des Experiments)

Der Versuch bestätigt den Verdacht, dass der Phosphor für die Algen mittel- und langfristig sehr wohl verfügbar und zu einer brauchbaren Nährstoffquelle wird.

Fazit

Alles in Allem muss ich vor einem Einsatz des Mittels in einem Bade-, Schwimm- oder Gartenteich dringend abraten. So wie ich die Sache jetzt sehe, muss die Sache mittel- bis langfristig in einer Katastrophe enden, den Teich wird man früher oder später mehrfach komplett auspumpen müssen. Mehrfach deshalb, weil selbst eine zehnfache Verdünnung immer noch eine extrem hohe Phosphor-Konzentration bedeuten würde.

Quelle: Heinz Jaksch (2006) Österreicher Agrarverlag, Titel: „Schwimmteich? Kein Problem!“ ISBN 3-7040-2124-5

 
Institut f. Zoologie, Fischerbiologie und Fischkrankheiten PDF Drucken E-Mail
 
Dr. med. vet. Sandra Lechleiter über Koi Fit Plus PDF Drucken E-Mail
 
Tiergesundheitsdienst über Koi Fit Plus PDF Drucken E-Mail


 
Koifitplus Koifutter PDF Drucken E-Mail

Koi Fit Plus Koifutter

ist ein handverlesenes Spezialprogramm verschiedener Hochleistungsfuttersorten.

Aquavalent“ Hochleistungsfutter wird seit 30 Jahren erfolgreich produziert und in vielen international bekannten Karpfen-, Forellen- und Störzuchtanlagen der Welt mit sehr großem Erfolg eingesetzt. Die Grundlage für das Aquavalent-Futterprogramm sind wissenschaftliche Forschungsergebnisse sowie praktische Futterwert-Leistungsprüfungen. Der Marke „Aquavalent“ - Fischfutter steht eine eigene Forschungsabteilung, bestehend aus Wissenschaftlern, Labor und eigenen Versuchsbetrieben zur Verfügung.

Die enge Zusammenarbeit mit Züchtern sowie mit zahlreichen Instituten und Universitäten im In- und Ausland ermöglicht die umgehende praktische Umsetzung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 1 - 10 von 52